maya-resonance
Aufbruch in eine neue Zeit

Jul17

Smartmeter

17.7.2012

Da nun bereits in weiteren Teilen Österreichs begonnen wird, die Smart-Meter zu installieren, stelle ich hier nochmals alle links und Informationen zusammen, die ich in den letzten Wochen und Monaten auf die Hauptseite gestellt habe.

Hier ein paar weitere (allgemeine, aktuelle) Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Z%C3%A4hler

http://www.salzburg-ag.at/kundenservice/smart-metering/

http://www.eon.com/de.html

https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20110628-smartmeter.htm

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2009-09/uld-smartmeter-gutachten

http://www.zeit.de/digital/internet/2010-04/smartgrid-strom-hacker

http://www.scio-medical.com/de/news/gefahr-von-elektrosmog-durch-smart-meter.html

http://www.golem.de/0911/71326.html

http://www.unwatched.org/20110818_Smart_Metering_Gefahren_fuer_den_Datenschutz_und_die_Versorgungssicherheit

* * * *

12.Juni 2012

Zum Thema „Smartmeter“ tut sich in Österreich bereits einiges, haltet also Augen und Ohren offen:

http://orf.at/stories/2125093/

http://help.orf.at/stories/1699982/

http://help.orf.at/stories/1697738/

http://help.orf.at/stories/1695860/

http://wien.orf.at/news/stories/2524861/

14.Mai 2012

Ich kann nur mit Nachdruck darauf hinweisen, dass das Thema Smart-Meter ein Thema ist, das uns alle bald betreffen wird und dass es deshalb wichtig sein wird, Menschen darüber zu informieren und vor allem politisch verantwortliche Menschen in Gemeinden, auf Landes- und Bundesebene (das gilt für Österreich aber auch für alle anderen Länder der EU). Es gibt bereits Widerstände und Proteste diesbezüglich. Hier sind einige Links dazu:

http://www.bmwfj.gv.at/Presse/AktuellePressemeldungen/Seiten/MitterlehnerHundstorferNeueSmart-Meter-Verordnungerlassen.aspx

http://derstandard.at/1311802597488/Smart-Meter-Experten-Stromzaehler-bieten-Einfallstor-fuer-Hacker

http://futurezone.at/future/?page=2

http://futurezone.at/future/8124-smart-meter-zwang-petition-sehr-erfolgreich.php

http://futurezone.at/autor/18-Barbara+Wimmer.php?page=2

http://futurezone.at/netzpolitik/6778-buerger-protestieren-gegen-smart-meter.php

http://futurezone.at/future/5546-smart-meter-zwang-in-oesterreich.php

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13804460/Kanadier-protestieren-gegen-Spion-im-eigenen-Haus.html

http://www.klimaretter.info/tipps-klima-lexikon/3680-smart-grid

http://www.taz.de/!73631/

http://schreibfreiheit.eu/2012/02/16/uberwachungsstaat-wann-sie-morgens-aufstehen-23/

http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/datenschutz-datenwoche-kw38-2011/4939/

30.Apr.2012

http://gandhi-auftrag.de/energybox.htm

Smartmeter-Pilotprojekt Schweden

Nochmals zum Thema Smartmeter: die Übersetzung ist etwas holprig, aber der Inhalt gut verstehbar. In Schweden gibt es seit drei Jahren diesbezüglich schon Erfahrung!

23.Jan.2012

Mein eigener Erfahrungsbericht aus Canada, wo gerade in diesen Wochen flächendeckend die Smartmeter installiert wurden:

Darum schreibe ich euch heute, was ich hier in Canada ganz persönlich erlebe. Es ist gut, dass ich es selber erlebe, sonst würde ich es vermutlich nicht glauben.

Von Anfang an, seit ich hier bin – das war schon in Vancouver so – habe ich ein ganz eigenes Gefühl von Eingesperrt-Sein in meinem Körper. Zuerst habe ich geglaubt, dass es vielleicht die vielen Veränderungen sind, die hohen Anforderungen in meinen Aufgabenbereichen, der Jet-Lag…

Aber es hat sich auch nach Wochen nicht wirklich verändert. So weit es möglich war, habe ich elektronische Geräte entstört, das Wasser gereinigt… Doch das Helm-und Panzergefühl ist geblieben. Unruhe und das Gefühl, ständig flüchten zu wollen und nicht können, kamen dazu. Dann waren da auch Müdigkeit, verklebte Augen,… und ein ständiger Heisshunger. Dennoch fühlte ich mich auch nach dem Essen nie wirklich satt. Selbst mein ansonsten sehr vorsichtiger Kaffee-Konsum ist eigenartig angestiegen. Normalerweise trinke ich im Winter kaum Kaffee. Ich trinke ihn hier aber auch deswegen, weil Tee trotz gereinigtem Wasser nicht wirklich gut schmeckt.

Immer wieder aber sind mir Artikel in den Zeitungen aufgefallen, die ich zum Einheizen verwendet habe. Es ging dabei um die sogenannten „Smart Meter“, und dass es da einige Probleme gäbe. Ich bin hellhörig geworden, denn ich wusste von Vancouver schon, dass diese Strommess-Geräte soeben flächendeckend installiert worden sind. Als nun letzte Woche meine Hausbesitzer hier waren, habe ich sie gefragt, wo denn dieses Gerät installiert sei. Am nächsten Tag habe ich dort ein paar Aufkleber zur Entstörung angebracht. Innerhalb kürzester Zeit war dann das Panzer-Gefühl viel weniger spürbar, und mir war klar, dass ich dem Thema nachgehen musste.

Es zeigte sich dann unter anderem folgendes: schon kurze Zeit nach der Installation der Geräte haben Ärzte eine sehr starka Zunahme von bekannten und weniger bekannten Symptomen festgestellt. Zudem wurde beobachtet, dass die Fledermäuse, ebenso wie die Bienen aus ihren Bienenstöcken, verschwunden sind. Was die Singvögel betrifft, habe ich noch keine Informationen gefunden…

Private Personen begannen gemeinsam mit interessierten Technikern zu messen. Denn es wurde den Leuten gesagt, dass sich das Gerät nur einmal täglich einschalte, etwa zwei Minuten lang. In Wirklichkeit sind sie jedoch ständig (nämlich 24 Stunden pro Tag) aktiv und erzeugen ein enormes Mikrowellen-Feld. Die Frequenz ist, laut verschiedener Angaben, enorm hoch. Es ist nämlich so, dass sich das Gerät dauernd in Funkkontakt mit der Zentrale (der Energiegesellschaft) befindet. Und nicht nur das: jedes Gerät „kommuniziert“ auch Tag und Nacht mit allen Geräten in der Umgebung. Was eine riesige Mikrowellen-Kuppel über einem ganzen Ort, einer ganzen Stadt… erzeugt. Es ist ein enormes Frequenz-Feld, das sich da über den Menschen schliesst. Und dieses Feld kann man auch zu anderen Zwecken verwenden, als bloss zum Stromverbrauch-Messen.

Was es aber vor allem bewirkt: Die Menschen (und Tiere…) werden darin langsam gekocht. Mikrowellen lassen Eiweiss gerinnen. Es ist unglaublich. Das Gerät selber hat etwas sehr Gruseliges: es hat kleine Augen, wie eine Camera. Und diese Augen suchen ständig herum. Ich habe diese Öffnungen nur ein paar Sekunden lang zugehalten, und sofort gab es die Mitteilung: „Out of synchronizing“! Das Gerät kann sich mit der Zentrale und den Nachbargeräten nicht mehr „zusammen-reden“. Es reagiert also sofort.

Im Umkreis von 90 Metern soll ein solches Gerät keinesfalls sicher sein. Doch es befindet sich mitten in den Wohnbereichen der Menschen. Auch in Kindergärten und Schulen fand man es in unmittelbarer Nähe der Kinder… Ich habe Glück: bei mir hier ist es „nur“ an der Garage, aber dennoch viel zu nahe.

Wie konnte das alles geschehen? Unter Umgehung aller Gesetze bzw. Ausnützung von Gesetzeslücken hat man heimlich und ganz leise dieses „Programm“ installiert. Und zwar unter dem Vorwand, dass man damit Energie sparen will (weil sich sonst ja das Klima erwärme), hat man die Menschen in einen Hinterhalt gelockt. Und jeder will natürlich „smart“ sein. Keiner möchte als Energieverschwender gelten. Deshalb beugt man sich dem Diktat.

Dabei ist es den Energie-Firmen völlig egal, was Herr und Frau X verbrauchen – solange sie dafür zahlen. Es geht auch nicht um die sogenannten „kleinen“ Kunden, denn vom Energiesparen bei den „Grossen“ ist noch nicht einmal eine Spur davon zu sehen ist. Nein, es geht um die Kontrolle der Menschen. Denn hier in Amerika ist es bereits so, dass die Menschen dafür bestraft werden, wenn sie „zuviel“ Strom verbrauchen:

Zuerst hat man ihnen über Jahrzehnte eingeredet, was sie nicht alles konsumieren und kaufen sollten (an elektronischen Geräten und Verkabelung im Haus, in der Wohnung…). Jetzt, da der Markt gesättigt ist und es damit nicht mehr soviel zu verdienen gibt, beginnt man die Menschen genau für das, was man ihnen zuerst eingeredet hat, zu bestrafen. Wer nämlich jetzt monatlich einen bestimmten Betrag bei den Strom- und Wasserkosten übersteigt, zahlt unendlich viel mehr. Und die Rechnungen explodieren.

Die Amerikaner und auch die Canadier wissen: das einzige, was von ihnen erwartet wird ist, ein guter Konsument zu sein. Und sie haben diese Erwartungen bisher nicht enttäuscht. Langsam ändert sich das, weil sich die Menschen das Leben immer weniger leisten können. Noch aber glauben die meisten Menschen, dass die Regierungen für ihre Sicherheit sorgen.

Wir müssen uns jetzt vor allem aber einmal über eines klar werden: Wir haben auf diesem Planeten alle Energie, die wir brauchen. Sie stünde uns auch unendlich und frei zur Verfügung. Aber es gibt da eben eine Gruppe im Hintergrund aller unser Regierungen, die die Hand darauf hält, sodass es dazu keinen Zugang gibt und die den Menschen einredet, dass sie nur jene Art von Energie haben kann, die sie ihnen auftischt.[1] Ja, solange man daraus Geld machen kann und die Menschen weiter schlafen, geht das auch.

Nicht nur über das Fluor und Chlor im Wasser steuert man hier die Menschen (dadurch werden sie willenlos), sondern man bestrahlt auch alle ihre Lebensmittel[2]… Und über Mikrowellen kann man sie nun direkt steuern. Aber auch das wissen sie nicht. Sie werden ständig angelogen, nur merken sie es nicht (mehr)[3]… Ein leiser Widerstand regt sich. Doch, was Big Brother einmal installiert hat, ist schwer zu durchbrechen.

Aber fühlen wir uns in Europa nicht zu sicher. Einige Länder haben diese Smartmeter bereits installiert. Und alle anderen haben sie demnächst zu installieren, so der EU-Erlass. Auch in Österreich gibt es bereits, soweit man Auskünfte bekommt, 100.000 Haushalte, in denen das Smartmeter installiert ist. Der Rest wird relativ schnell folgen. Vorreiter sind Oberösterreich und Salzburg… das sind diejenigen, die die Musterschüler in der EU sein wollen. Der Plan geht auf: man hat ja die EU auch deshalb installiert, um möglichst schnell und flächendeckend alles durchziehen zu können. Und Politiker sind käuflich. Da gibt es einen Vorwand, den man per „Gesetz“ absichert, das dann möglichst schnell umgesetzt wird… und bis die Menschen es merken, ist es bereits zu spät. Man ist keine Rechenschaft schuldig. So wie hier. Und man lügt die Menschen einfach an… Noch aber können wir nein sagen!

Auch in Österreich, wie in der ganzen EU, wird Fluorid ins Trinkwasser gegeben (zwar weniger, als hier in Amerika, aber es ist drin, und hat dort nichts zu suchen). Es befindet sich auch in vielen Lebensmitteln, im Mineralwasser, in Zahnpasta, usw… Besinnen wir uns zurück auf die Natur: ihr Wasser, wenn es unberührt ist, hat keine negativen Wirkungen auf die Menschen. Aber es wird den Menschen eingeredet, dass es vielleicht zu Krankheiten und Vergiftungen kommen kann. Lassen wir das niemandem mehr durchgehen! Das ist dasselbe, wie werdenden Müttern einzureden, dass ein Baby am sichersten durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommt. Es ist eine grobe Missachtung unserer Natur und der Natur im Allgemeinen.

Auch in Österreich und in der EU ist die Einführung von Sparlampen erzwungen worden. Zu Hause habe ich Glühbirnen. Hier aber ist alles mit Sparlampen ausgestattet. Es ist wie ein Albtraum, denn ich sitze praktisch die meiste Zeit im Dunkeln. Der Körper muss deshalb versuchen, die ihm fehlenden Lichtfrequenzen auszugleichen. Er steht also unter Dauer-Stress. Dazu kommt ein ständig summendes Geräusch, wenn man feine Ohren hat. Ansonsten nimmt es der Körper einfach als andauernde Störquelle wahr, und wir scheinen davon nichts zu bemerken. Und wenn wir krank werden, dann können wir es uns nicht erklären… Dazu kommen die Anweisungen, dass man diese Art von Leuchtquellen eigentlich nie abschalten dürfte, damit sie nicht kaputt gehen. Ich will aber kein ständig beleuchtetes Haus… Dabei werden auch die ganze Zeit über giftige Dämpfe in die Luft gesetzt, und das spüre ich sehr direkt, wenn ich darunter sitze…

Hier ein paar Webseiten im Bezug auf Smart-Meter in Österreich und ein paar weitere Dinge, die uns die Augen öffnen sollten. Achtet dabei besonders auf die Sprache, die verwendet wird. Sie verrät sehr viel, wenn wir aufmerksam genug sind:

http://e-control.at/de/marktteilnehmer/strom/smart-metering

http://www.energyagency.at/energiewirtschaft/aktuelle-projekte/smart-metering.html

http://help.orf.at/stories/1685047/ Smart Meter im Anrollen

http://help.orf.at/stories/1669544/ Big Brother im Stromnetz

Smart-Meter: AK warnt vor überstürztem Zählertausch

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/smart-meter-abdeckung-bis-2018-bei-95-prozent-500626/index.do

* * * *

Im amerikanischen Raum sind die Smartmeter bereits flächendeckend installiert. Auf meiner englischen Webseite finden sich dazu ebenfalls Links und Informationen über die wachsenden Proteste, da vor allem die gesundheitlichen Probleme, als auch die Probleme in der Natur bereits nach wenigen Monaten nicht mehr zu übersehen sind:

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article13804460/Kanadier-protestieren-gegen-Spion-im-eigenen-Haus.html

Die Bewohner der westkanadischen Provinz British Columbia (BC) sind normalerweise ziemlich entspannte Leute; nur selten lassen sie sich aus der Ruhe bringen. Am äußersten Rand der westlichen Welt lebt es sich recht beschaulich. Jetzt aber proben Einwohner von BC den Aufstand – und zwar wegen eines Stromzählers: dem “Smart Meter”. Ein solcher intelligenter Stromzähler – so die Übersetzung – kann nämlich mehr als einfach nur Strom ablesen. Kabellos und digital überwacht er sämtliche Vorgänge im ganzen Haus. Nicht nur, wie viel Gas, Strom und Wasser dort verbraucht werden, sondern auch welcher Film gerade im Fernsehen läuft und wann der Kühlschrank geöffnet wird. Viele Kanadier wollen das nicht hinnehmen.

Und es sind bei weitem nicht nur Technologiemuffel, die den Smart Meter bekämpfen. Protest regt sich inzwischen quer durch alle Bevölkerungsschichten – unter anderem weil die Provinzregierung British Columbia die Geräte einfach eingeführt hat, ohne das Volk nach seiner Meinung zu fragen. Seit Juli 2011 ersetzt der staatliche kanadische Stromversorger BC Hydro jeden Tag rund 5000 alte Stromzähler durch die digitalen neuen Geräte. Insgesamt 1,8 Mio. dieser neuen Stromzähler wurden in sämtlichen Haushalten der 4,4 Millionen Einwohner zählenden Provinz angeschraubt.

Die Aktion betrachten viele Kanadier als erheblichen Eingriff in ihre Privatsphäre. “Wir nähern uns immer mehr der Globalisierung an – irgendwann werden wir womöglich von Brüssel aus regiert. Diese Dinger funktionieren wie Big Brother”, poltert der konservative Ex-Premierminister von British Columbia, Bill Vander Zalm, der die Bewegung der Smart-Meter-Gegner politisch unterstützt. “Jetzt weiß man, wann Sie nach Hause kommen, wann Sie ausgehen oder in den Urlaub fahren. Die wissen sogar, was Sie kochen. Der reine Wahnsinn”, so Vander Zalm.

Die Freiheit, über das eigene Leben entscheiden zu können, zählt in British Columbia zu den wichtigsten Grundsätzen der Demokratie. Auf den Golfinseln vor Vancouver, wo vor allem zivilisationsmüde Künstler, Aussteiger und Biobauern leben, wollen die Bewohner nun eine Smart-Meter-freie Zone einrichten. Kein guter Plan der Regierung sei das, schimpft Chris Anderson, Vorstand der Initiative Gulf Islanders for Safe Technology auf Salt Spring Island. “Hydro zwingt jeden, ein Gerät in seinem Haus zu installieren, das wie ein Überwachungsinstrument funktioniert.”

Einige aufmüpfige Insulaner haben sich bereits strafbar gemacht, weil sie den Mitarbeitern der Stromgesellschaft den Zugang zu ihren Häusern verwehrten. Mit Stacheldraht verbarrikadieren sie die alten Geräte an ihren Häusern, damit diese nicht ausgetauscht werden können. “Die kriegen meinen alten Zähler nicht”, sagt Andrea Collins aus Salt Spring Island. “Schluss, aus – meinen analogen Stromzähler behalte ich.”

Smart Meter sind sogenannte intelligente Stromzähler, die per kabelloser Kommunikation in einem Smart Grid – einem intelligenten Stromnetz – verbunden sind. Das Ablesen des Stroms wird damit über das Internet möglich. Ziel ist es, Energieversorgung zu dezentralisieren, Energie effektiver zu verteilen und den Verbrauch transparenter zu machen. So können Smart Meter elektrische Geräte mit besonders hohem Stromverbrauch identifizieren und dies melden. Die Stromzähler kommunizieren per Datenfernübertragung mit sämtlichen digitalen, elektrischen Geräten im Privathaushalt. Dazu werden in kurzen Ableseintervallen Signale abgefragt.

Grundsätzlich sollen Smart Meter erst einmal den Kunden detaillierte Informationen zu ihrem Stromverbrauch liefern. Aber umgekehrt ist dies auch den Energieversorgern möglich. Anhand der Lastkurven, die durch den überwachten Verbrauch gezeichnet werden, lässt sich ablesen, wann ein Bewohner aufsteht, duscht, sich die Haare trocknet, die Waschmaschine anschaltet und sein Haus verlässt.

In Kanada wird der Stromverbrauch stündlich abgelesen

In British Columbia soll der Stromverbrauch künftig stündlich abgelesen werden können, die Geräte lassen aber prinzipiell auch eine sekundengenaue Erfassung zu. Jeden Tag wird der Verbrauch an eine lokale Messdatensammelstelle der Stromgesellschaft gesendet. Diese Datensammelstelle befindet sich in der unmittelbaren Nachbarschaft. Von den lokalen Datenspeichern der Gemeinde werden die Daten an einen zentralen Datenspeicher der Provinz weitergeleitet, wo berechnet wird, wie hoch der Verbrauch in den Spitzenzeiten oder in den verbrauchsärmeren Zeiten tatsächlich war.

Damit können künftig Strompreise genau angepasst werden – teurer in den Spitzenzeiten, billiger in den Zeiten mit weniger Nachfrage. Den Stromanbietern helfen die Messdaten so beim Optimieren ihrer überlasteten Netze. Konsumenten haben wiederum die Möglichkeit, im Internet ihren Verbrauch täglich in detaillierten Rechnungen abzulesen.

Die Hersteller argumentieren, dass sich mit der so gewonnenen Transparenz der Energieverbrauch reduzieren ließe, weil sich der Stromkonsum in Echtzeit erfassen lasse. Die Kosten würden so um zehn bis 15 Prozent gesenkt. 70 Mio. Dollar will BC Hydro in den kommenden drei Jahren mit der Digitalisierung einsparen. Aus Sicht der Bürgerbewegung Stopsmartmeters würde dieses Geld nur eingespart, weil die digitalen Geräte die Angestellten, die bislang zum Stromablesen übers weite Land geschickt wurden, nun arbeitslos machten. Die Gegner wollen nun lieber ein paar Dollar höhere Gebühren zahlen, aber dafür die Arbeitsplätze und ihre analogen Geräte behalten.

Illegale Nutzung von Stromleitungen kann besser erfasst werden

Lokale Stromerzeuger können mit der funkgesteuerten Überwachung künftig aber auch besser sehen, ob und wo Stromleitungen illegal angezapft werden. Im ländlichen Kanada kommt dies bei den kilometerlangen oberirdischen Stromleitungen häufig vor. Bis die Stromgesellschaft dahinter kommt, vergehen oft Monate, wenn nicht Jahre. Mit der kabellosen Überwachung könnten Stromdiebe nun sofort erkannt werden.

Smartmeter-Gegner fürchten neben der Überwachung ihrer Privatsphäre aber auch einen enormen Anstieg der Strompreise. Als die Smart-Meter-Technologie 2007 in der ostkanadischen Provinz Ontario eingeführt wurde, schnellten die Stromkosten wegen der Time-of-Use-Technik – also der detailgenauen Stromablesung – um 55 Prozent in die Höhe. Das könnte auch British Columbia drohen, fürchten die Bewohner, deren Stromrechnung bislang nach dem Jahresverbrauch erhoben wurde.

Brian Thiesen aus Kamloops, der schon eine Bürgerbewegung gegen Wasserzähler gründete, vermutet einen strategischen Zusammenschluss von Energieversorgern, die unter dem Deckmantel von grüner Energie zusätzliche Profite eintreiben wollten, so sein Verdacht: “Es geht mal wieder um noch mehr Profit auf Kosten eines Staatsunternehmens, das man zerschlagen will”, sagt er.

Kanadier fürchten Privatisierung der Stromversorgung

Dabei würden staatliche Versorger wie BC Hydro mit der kostspieligen Einführung der Smart Meter in die Schulden gezwungen und dadurch leichter Opfer einer feindlichen Übernahme. Zum Bild passe, dass der Vorstandsvorsitzende von BC Hydro, Dave Cobb, im Oktober das Handtuch warf und sich aus dem unter Druck stehenden Staatsunternehmen verabschiedete.

Bislang gehört der staatliche Stromriese BC Hydro nach Commonwealth-Regelung de facto der britischen Königin, er wird aber von der Provinzregierung British Columbias verwaltet. Nun droht dem Stromversorger von 1,8 Millionen Einwohnern die Privatisierung – deren Daten dann nicht mehr bei einem Staatsunternehmen gesammelt würden, sondern von privaten Unternehmen, wodurch die Überwachung außer Kontrolle gerate, so warnen Kritiker wie Thiesen.

Angst vor Verstrahlung durch die Messgeräte

Für die Westküstenkanadier klingt die Modernisierung deshalb weniger wie Zukunftsmusik als wie ein düsteres Requiem: Auf dem Sterbebett sehen sie ihre persönliche Freiheit. Und nicht nur das: Viele haben auch gesundheitliche Bedenken. Die Strahlung der Geräte übersteige bei weitem die europäischen Sicherheitsstandards für funkgesteuerte Stromzähler. Die in Kanada und den USA eingesetzten Geräte würden 100.000 Mal stärkere Signale aussenden als europäische Smart Meter, so die Kritiker. Abgelesen werde bis zu 13.000 Mal täglich in Minuten-Intervallen.

Vor dem Apartmenthaus von Crystal Di Domizio in Vancouver hat BC Hydro bereits eine Station für 30 Smart Meter installiert. “Diese Strahlung ist schlimmer als jede Handystrahlung. Es ist, als würde ich 30 Handys gleichzeitig an mein Ohr halten”, sagt die werdende Mutter Crystal Di Domizio, die jetzt aus ihrer Wohnung wegziehen will. Tatsächlich hinkt Kanada bei der gesetzlichen Strahlenbegrenzung, wie sie in Europa üblich ist, dem Standard anderer Länder dramatisch hinterher.

“Die Leute denken immer, wir seien ein fortschrittliches Land und die Natur sei intakt bei uns. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Gerade hat Kanada die Klimavereinbarung von Kyoto fallen lassen”, sagt Smart Meter Gegnerin Simone Hödel. “Das zeigt doch, welches Denken hier eigentlich bestimmend ist.”

 

ANMERKUNG:

  • Die Strahlung von 30 Smartmetern ist bei weitem höher als 30 Handies
  • Dass das europäische Modell der Smartmeter eine niedrigere Strahlung aufweist, ist durch das Pilotprojekt in Schweden absolut widerlegt (siehe weiter oben)
Posted by magda under Allgemein, Smartmeter | Permalink

Comments are closed.