Impfungen

 

Impf-Info
Dr. med. Steffen Rabe
Arzt für Kinderheilkunde & Klassische Homöopathie
email@Dr-Steffen-Rabe.de

Der Präsident des "Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.", Dr. med. Klaus Gritz, veröffentlichte in der Märzausgabe 2002 der Verbandszeitschrift "Kinder- und Jugendarzt" einen offenen Brief an die Bundesgesundheitsministerin, aus dem die folgenden Zitate stammen:

"... Mit großem Sendungsbewußtsein propagieren wir Kinder- und Jugendärzte die Impfungen und erreichen damit beachtliche, dennoch nicht ausreichende Durchimpfungsraten. Ein zunehmender Faktor im Rahmen der Hindernisse ist die Impfgegnerschaft aus unterschiedlichsten Lagern. Damit haben wir impfenden Ärzte schon seit Jahren zu tun und sind gewohnt, mit einem machmal grotesken Zeitaufwand die Auffassung fehlinformierter Eltern zu korrigieren. Impfgegner finden sich in fast allen gesellschaftlichen Lagern, bedauerlicherweise auch bei Ärzten, die es eigentlich besser wissen müssten, und bei einem kleinen, aber militant agierenden Teil von Hebammen, die offensichtlich darauf aus sind, die gute Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Pädiatern durch ein paramedizinisches Kontrastprogramm abzulösen.

Unsere bisherigen Forderungen, dieser Impfgegnerschaft entschiedener zu begegnen, blieben unbeantwortet. Selbst Informationen an die Ärztekammern und aufsichtsführenden Gesundheitsämter blieben in der Regel ohne angemessene Reaktion.

Aus der beigefügten Anlage erkennen Sie, dass nun der Hirthammer-Verlag offensichtlich aus merkantilen Gründen weit über die Aktivitäten der bisherigen Impfgegner hinausgeht: Er scheint flächendeckend die Eltern von Kindern im Alter von drei bis vier Monaten mit seinen Informationen zu versorgen und löst damit erneut heftige Diskussionen aus, die immer heftiger auch mit dem Argument geführt werden, dass Ärzte und Impfstoffhersteller unter einer Decke stecken. Das mag sicher in Einzelfällen gelten, angesichts des lächerlichen Impfhonorars jedoch nicht für den impfenden Arzt.

Nach Auskunft unseres Justitiars "erlaubt es die Verfassung, auch unrichtige und abwegige Meinungen zu äußern. Es ist Aufgabe der Gesundheitspolitik oder anderer gesellschaftlicher Gruppen, unrichtigen Ansichten im Rahmen der öffentlichen Diskussion entgegenzutreten. Gegebenenfalls wäre es Aufgabe staatlicher Stellen, hoheitliche Maßnahmen zu ergreifen.".

Gern hätten wir seitens unseres Verbandes rechtliche Schritte gegen fehlinformierende Impfgegner unternommen. Da unsere Rechtsordnung jedoch das Instrument der Popularklage nicht kennt, kann der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte gegen derartige Pamphlete nicht vorgehen.

... Ich bitte Sie deswegen sehr herzlich, ... über wirksame Schritte zur Eindämmung der Impfgegnerschaft zu beraten. ..." (Gritz 2002)

Angesichts des sich selbst entlarvenden missionarischen Eifers ("Sendungsbewußtsein"), der sichtbaren Blindheit gegenüber der Relativität eigenen Wissens und Erkennens und der eingestandenen Flucht aus der öffentlichen (Impf-) Diskussion in die Forderung nach "hoheitlichen Maßnahmen... zur Eindämmung der Impfgegnerschaft" (wobei nicht klar wird, ob mit diesem Begriff die entsprechende Position oder die sie vertretenden Menschen gemeint sind) ist diesem Schreiben nichts hinzuzufügen...

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