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Texte zum Hineinwachsen
Gespräche mit Gott Dialogpartner:
Ich will nicht, dass du gehst! Ich gehe nirgendwohin. Ich bin immer bei dir. Auf allen Wegen Bitte, noch ein paar Fragen, bevor wir aufhören. Ein paar letzte, abschliessende Fragen. Du weißt, dass du dich jederzeit nach innen wenden, zum Sitz der ewigen Weisheit zurückkehren und dort deine Antworten finden kannst, nicht wahr? Ja, das weiss ich, und ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass es so ist, dass das Leben so erschaffen worden ist, dass mir diese Hilfsquelle immer zur Verfügung steht. Aber das hier hat für mich funktioniert. Dieser Dialog war ein grosses Geschenk für mich. Kann ich nicht einfach ein paar letzte Fragen stellen? Natürlich. Ist unsere Welt wirklich in Gefahr? Flirtet unsere Spezies mit der Selbstzerstörung – mit tatsächlicher Auslöschung? Ja. Und solange ihr nicht diese
sehr reale Möglichkeit ins Auge fasst, könnt ihr ihr auch nicht aus dem
Wege gehen. Dem ihr euch widersetzt, das bleibt bestehen. Nur das, was
ihr begreift, erfasst, kann verschwinden. Du hast es schon gesagt, und jetzt fange ich trotz meines beschränkten Wahrnehmungsvermögens allmählich an, es zu begreifen. Nichts davon ist wirklich „real", nicht wahr? Nein. Ihr lebt eine Illusion. Dies
ist eine grosse Zaubervorstellung. Und ihr tut so, als würdet ihr die
Tricks nicht kennen – obwohl ihr die Zauberer seid. Aber was ich sehe, fühle, rieche, berühre, scheint sehr real zu sein. Was, wenn das nicht „Realität" ist, ist es dann? Denk immer daran, dass du das, was du anschaust, nicht wirklich „siehst". Dein Gehirn ist nicht die Quelle deiner Intelligenz. Es ist einfach ein Datenverarbeitungsinstrument. Es nimmt über seine Rezeptoren, eure Sinne, Daten auf. Es interpretiert diese formatierte Energie gemäss der Daten, die es früher zu diesem Thema erhalten hat. Es sagt dir, was es wahrnimmt, nicht, was wirklich ist. Du denkst, dass du auf der Grundlage dieser Wahrnehmungen die Wahrheit von etwas kennst, aber in Wirklichkeit kennst du sie nicht einmal zur Hälfte. In Wirklichkeit erschaffst du die Wahrheit, die du kennst. Einschliesslich dieses ganzen Dialogs mit dir. Ganz sicher. Ich fürchte, das wird denen weiteren Zündstoff liefern, die sagen: „Er spricht nicht mit Gott. Er erfindet das alles." Sag ihnen auf sanfte Weise, dass
sie versuchen könnten, ihr Schubladendenken aufzugeben. Sie denken in
der Kategorie von „Entweder-Oder". Sie könnten es mal mit einem
„Beides/Und" probieren. Ich dachte, du hättest gesagt, dass Gott ein Kollektiv, dass Gott das Alles ist. Habe ich. Und das ist Gott. Und Gott ist auch der Prozess, durch den alles erschaffen wird und sich selber erfährt. Das habe ich dir schon offenbart. ... Gott ist ein Prozess. Gott ist keine Person, kein Ort oder Ding. Gott ist genau das, was du immer dachtest – aber nie verstanden hast. Wie war das? Du hast immer gedacht, dass Gott das höchste Wesen, das höchste Sein ist. Ja. Und damit hattest du recht. Genau
das bin ich. Ein Wesen in Seinswerdung, das ist kein Ding, es ist ein
Prozess. Ich bin nicht das Ergebnis eines Prozesses, ich bin der
Prozess. Ich bin der Schöpfer und ich bin der Prozess, durch den ich
erschaffen werde. Das ist eine harte Nuss für mich. Ich dachte immer, Gott sei das Unveränderliche. Die einzige Konstante. Der Unbewegte Beweger. In dieser unergründlichen absoluten Wahrheit über Gott fand ich meine Sicherheit. Aber das ist die Wahrheit! Die einzige unveränderliche Wahrheit ist, dass Gott sich immer verändert. Das ist die Wahrheit – und daran könnt ihr nichts ändern. Das einzige, was sich nie ändert, ist die Tatsache, dass sich alles immer ändert. Leben ist Veränderung. Gott ist Leben. Daraus folgt, Gott ist Veränderung. Aber ich möchte glauben, dass das eine, das sich nie verändert, Gottes Liebe zu uns ist. Meine Liebe zu euch verändert sich immer, weil ihr euch immer verändert und ich euch so liebe, wie ihr seid. Da ich euch so liebe, wie ihr seid, muss sich meine Liebe, meine Vorstellung vom "Liebenswerten", verändern, da sich auch eure Vorstellung von Wer-ihr-Seid verändert. Du meinst, du findest mich selbst dann liebenswert, wenn ich beschliesse, dass Wer-ich-Bin ein Mörder ist? Niemand tut im Kontext seiner eigenen Weltsicht etwas Unpassendes. Ich liebe euch immer – auf allen Wegen. Ihr könnt auf keinem "Weg" sein, der mich dazu brächte, euch nicht zu lieben. Aber du wirst uns bestrafen, richtig? Du wirst uns liebevoll bestrafen. Du wirst uns mit Liebe in deinem Herzen und in Trauer darüber, dass du es tun musst, in die ewige Qual schicken. Nein. Ich empfinde niemals
Trauer, weil es nichts gibt, das "ich tun muss". Wer sollte mich
dazu bringen, "es tun zu müssen"? Ich werde euch nie bestrafen, obschon
ihr die Wahl treffen mögt, euch in diesem oder einem anderen Leben
selbst zu bestrafen, bis ihr diese Wahl nicht mehr trefft. Ich werde
euch nicht bestrafen, weil ich nicht verletzt oder beschädigt worden bin
– und ihr auch keinen Teil von mir, der ihr alle seid, verletzen
oder beschädigen könnt. Was ist der grössere Plan? Erinnerst du dich an die Parabel von der kleinen Seele und der Sonne in Band 1? Ja. Diese Parabel hat noch einen
zweiten Teil. Hier ist er: "Du könntest dir aussuchen, was für ein Teil
von Gott du sein möchtest", sagte ich zu der kleinen Seele. "Du bist
absolute Göttlichkeit, die sich selbst erfährt. Welchen Aspekt der
Göttlichkeit möchtest du nun als dein Selbst erfahren?"
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Stand: 26.09.04