REISE IN DAS WEITE LAND. Mayawelt und Seelenwelt

Magda Wimmer, Buchauszug (erscheint Englisch 2004, Deutsch ?)

 

Die Zeit unserer Rückkehr ist gekommen. Wir sind weit gereist und haben viel gelernt, selbst wenn wir immer mehr das Gefühl haben, dass wir mit unserer modernen Gesellschaft in eine Sackgasse geraten sind. Doch in uns ruht auch ein anderes Wissen. Tief versteckt und für viele kaum noch wahrnehmbar ist die Sehnsucht in uns nach jener verlorenen Welt, welche wir ganz vage als die Zeit der Mütter, des Matriarchates, in Erinnerung haben. Und vor uns liegt die Welt, die sich daraus entwickelt hat, das Kind der Mütter, die wir in Wahrheit alle sind.
 

Unsere Begeisterung über die schnelle Höher- und Weiterentwicklung im Geist der Väter, des Patriarchats, hat unsere Kräfte sosehr gefordert, dass wir uns jetzt immer öfter wie ein Greis nach einem langen, einsatzreichen Leben fühlen. Deshalb hungern wir immer mehr nach Nahrung und Genährtwerden aus einer Quelle, die nicht verbraucht werden kann. Doch wir haben vergessen, wo diese Quelle zu finden ist. Gerade rechtzeitig klopft dieser Hunger bei uns an, denn noch ist die Ahnung da von der Fülle, die uns einst zur Verfügung gestanden ist. ...

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Viele Menschen auf dem gesamten Planeten habenin den letzten Jahren begonnen, Dinge anders zu sehen. Sie verstehen deshalb besser, warum wir uns in allen Bereichen von Menschen und gesellschaftlichen Systemen abhängig gemacht haben. Wir sind empfindsamer geworden und betrachten unser Leben nun auch aus anderen Blickwinkeln. Dadurch hinterfragen wir immer mehr unser Verhalten und unsere Lebensgewohnheiten.
 

Sobald wir damit beginnen, dass wir unsere Aufmerksamkeit von den Verbindlichkeiten und scheinbaren Sicherheiten unserer äusseren Welt auf jene Bereiche lenken, welche uns bekannt sind als innere Stimme, Gefühle, Intuition, innere Wahrnehmung, Verbindung zu den unsichtbaren Welten, … dann wird uns bewusst, wie unwirklich die Welt ist, die wir uns gemacht haben. Und damit ist ein wichtiger Augenblick gekommen: Wir haben den entscheidenden ersten Schritt gemacht, und wir sind dadurch bereits unterwegs auf unserer Reise zurück. Sie führt uns dorthin, wo wir die Illusionen durchschauen, von denen wir glaubten, dass sie uns Sicherheit schenken. Und sie führt uns an den Platz MAYA: Wir gelangen dorthin, wenn wir unserer kreativ-intuitiven Kraft voll und ganz vertrauen, durch welche wir hinter den Schleier der Wirklichkeit schauen und dabei entdecken, dass alles Sichtbare von der selben Energie durchflutet ist, wie alles Unsichtbare. Dieser Platz ist ein „Ort“ tief drin in uns selber, voller Wissen und Fülle – da gibt es keine Täuschung mehr und keine Angst vor Verlusten. Da sind wir jene Menschen, die wir wirklich sind und hier finden wir die Kraft, das zu ändern, was wir als notwendig erachten.
 

Wenn wir diesen Ort des tiefen inneren Friedens erreicht haben, dann wissen wir, dass wir ihn nicht mehr verlieren werden. Und ab diesem Zeitpunkt bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Die Reise geht dann erst richtig los. Denn nun erkennen wir, dass unsere Aufgabe in diesem Leben eine viel tiefere ist, als wir sie uns bisher vorstellen konnten. Sie kann in Übereinstimmung sein mit unserem Beruf, kann jedoch auch in eine ganz andere Richtung führen. Wir werden gewahr, welche Verantwortung wir hier tragen und vor allem, welche Verantwortung wir für dieses Leben gewählt haben. Und wir werden uns des inneren Reichtums bewusst, der so lange in uns geschlummert hat. Wir sind dann auf dem Weg, weise Menschen zu werden – Menschen, welche allein auf die Stimme ihres Herzens hören. Und weise Menschen reagieren viel sensibler auf die Energien um sie herum. Deshalb achten sie darauf, dass ihr Herz und ihr Leben vor jenen Dingen schützen, die Illusionen vorspiegeln und Angst verbreiten:

 

· Weise Menschen tragen Verantwortung für ihre Gesundheit auf allen Ebenen, und sie verstehen Krankheit als Zeichen, dass eine Veränderung in ihrem Leben not-wendig ist. Sie legen ihre Gesundheit und die ihrer Kinder nicht mehr vorbehaltlos in die Hände der allgemein anerkannten Medizin, welche Krankheiten bekämpfen muss, weil sie im Tiefsten Angst hat vor dem Tod. Sie wissen, dass Heil-Werden damit zu tun, dass wir Symptome einer Krankheit verstehen und sie als einen Teil unserer Lernerfahrung annehmen. Krankheiten sind Begleiter, die uns aus dem Vergessen der tieferen Wirklichkeiten herausführen und uns den Weg weisen, unser Dasein auf eine neue Art und Weise zu betrachten. Heilung ist ein Prozess, der zuerst in uns selbst beginnt – ein Prozess, der uns Wunden schliessen hilft, die vielleicht noch viel älter sind, als wir annehmen mögen.
 

· Weise Menschen spüren, dass die technischen Einrichtungen von heute (Fernsehen, Computer, Mobiltelefone, Mikrowellen-Herde, …) unsere körperlichen als auch psychischen Grundlagen wesentlich beeinflussen und verändern, sie sehen auch, dass die Folgen ihrer Anwendung uns nach und nach aus den Händen gleiten und uns zudem grossteils völlig unbekannt sind. Alles in uns besteht aus Energie, die sehr sensibel ist und daher von den hohen Schwingungen dieser Geräte schnell übertönt wird. Sie sind oft so stark, dass wir eine Veränderung über lange Zeit nicht merken, weil wir davon wie betäubt sind. Erst wenn sich Erschöpfung und körperliche Beschwerden zeigen, werden wir darauf aufmerksam.
 

· Weise Menschen beginnen zu verstehen, dass die politischen Einrichtungen nicht immer dazu da sind, gemeinsam mit den Menschen die bestmöglichen Bedingungen für ein positives und anregendes Lebensfeld zu schaffen, sondern dass sie oft dem Muster des „Macht-über-andere-haben“ unterliegen. Zusätzlich nutzen sie ihre Macht zumeist zu ihren eigenen Zwecken. Weise Menschen denken stattdessen darüber nach, wie sie wieder die Macht über sich selbst zurück gewinnen, über ihr denken, ihre Gefühle, ihr Handeln – sodass sie nicht mehr von anderen regiert werden müssen.
 

· Weise Menschen sehen, dass das Wirtschaftssystem enorme Ungleichheiten hervorbringt, und dass unser Dasein in der Arbeitswelt sich wenig unterscheidet von einer Welt in Sklaverei. Wir dienen dem Geld und den Arbeitsgebern, aber ansonsten ist uns der Sinn abhanden gekommen. Beruf ist nicht mehr Berufung. Hätten wir heute die Wahl, würden fast alle aus dieser Welt ausbrechen wollen. Weise Menschen wissen, dass sie die Wahl haben. Sie geben ihre Kraft nicht ab, sondern tun, was sie zu tun haben. Ihr Herz kann die Devise des „Immer-mehr-und–immer-besser“ nicht verstehen, denn es ist zeitlos und kann daher mit diesem vorgegebenen Tempo, aus dem die meisten von uns kein Entrinnen mehr sehen, nicht schritthalten. Wir konsumieren blind vor uns hin, und tun wir es nicht, dann fühlen wir uns leer. Wir sind süchtig geworden. Weise Menschen treten einen Schritt zurück, und sie finden, dass sie die meisten Dinge am Markt nicht brauchen, um sich wohl, genährt und sicher zu fühlen. Vielmehr unterstützen sie jene Anbieter, denen das Wohl der Menschen und der Schutz der Erde mit ihren Tieren, Pflanzen und Rohstoffen wichtiger ist als Profit. Ihr Geld ist ihre Energie – und sie nutzen sie weise.
 

· Weise Menschen beobachten mit grosser Aufmerksamkeit die Entwicklung der Industrie und der grossen Konzerne. Mit zunehmendem Ernst machen sie ihre Mitmenschen darauf aufmerksam, dass das Bewusstsein der Konzerne auf der selben Ebene liegt, wie das der Krebszellen: sie überlisten die anderen Zellen, um selbst den grössten Profit herauszuschlagen, sie arbeiten mit Angst – ohne Rücksicht auf Verluste – bis schliesslich der ganze Organismus zusammenbricht und stirbt. Erbarmungslos breiten sich Ketten der Fastfood-Industrie über alle Kontinente hin aus und geben den Menschen das Gefühl der Gleichheit und der Sorglosigkeit, denn für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse ist überall und stets in gleicher Verpackung gesorgt. Pharmakonzerne verbreiten Angst um die Gesundheit und versprechen dann schnelle Heilung oder sogar die Verhinderung von Krankheiten. Ihre Impfkampagnen propagieren den Kampf gegen Krankheit und Tod, dessen Kehrseite die Unterdrückung der kindlichen und menschlichen Entwicklung zu einer reiferen Stufe ist. Salz- und Zuckerindustrie, Nahrungs-, Babynahrungs- und Kosmetikindustrie, Unterhaltungsindustrie, Hoch-Technologien, Kleidungs-, Möbel-, Pharma- und Waffenindustrie … sie alle beuten Ressourcen aus, die uns nicht gehören, sie nehmen und geben nichts dafür zurück, sie zerstören diese Rohstoffe durch chemische Prozesse, sie nutzen die Gutgläubigkeit der Menschen aus, erwecken in ihnen Bedürfnisse und lassen eine Spur der Verwüstung zurück – im menschlichen Organismus und auf dem gesamten Planeten. Die weisen Menschen beginnen JETZT zu hören …
 

· Weise Menschen unterstützen ihre Kinder darin, dass sie ihr Wissen durch Erfahrungen finden und im Austausch mit Menschen und mit der Natur. Sie schützen sie vor Bildungssystemen, welche allzu sehr Wert legen auf Konkurrenz, Leistung, logisches und wiederholbares Denkens, richtiges Verhalten und Anpassung. Sie arbeiten auch an sich selbst, um das emotionale und geistige Ungleichgewicht auszugleichen, welches aus einer Zeit beruht, in der auch sie das Denken mit dem Herzen gegen das Denken mit dem Verstand tauschen haben müssen.
 

· Weise Menschen sind vorsichtig, wenn es um Wissenschaft und um die Beweisbarkeit von Dingen geht. Sie haben verstanden, dass das Beweisen-Müssen von Dingen und Wirklichkeiten alles das ausgrenzt, was nicht beweisbar ist. Und das ist bei weitem das Meiste in unserem Leben. Wir können Liebe nicht beweisen und Wahrheit, nicht die innere Intelligenz aller Dinge und ihre Verbundenheit untereinander. Sobald etwas bewiesen ist, ist es tot. Und es wartet nur solange, bis jemand anderer das Gegenteil davon beweisen kann. Menschen brauchen heute Beweise, damit sie sich sicher fühlen. Doch Sicherheit kann niemals von aussen kommen. Was bewiesen ist, hat nichts mit der inneren Wirklichkeit der Dinge zu tun. Nur wenn wir mit all unseren Sinnen und mit dem Herzen denken, können wir erfahren, was wahre Sicherheit ist.
 

· Weise Menschen halten sich von den Medien (Fernsehen, Radio, Zeitungen, Zeitschriften) fern, weil sie erkannt haben, dass sie viele Geheimnisse hüten und hüten müssen. Sie dürfen die Wahrheit nicht sagen, und was sie sagen, ist oft nur ein Mikroteilchen der Wirklichkeit. Medien arbeiten mit der Angst, um die Menschen beeinflussbar zu machen. Wer Angst hat, ist geschwächt, und wer geschwächt ist, ist leicht beeinflussbar. Wie unsere Geschichtsbücher geben auch die Medien nur die äussere Geschichte der starken Männer und Helden, der grossen Dramen, der Katastrophen und Aussergewöhnlichkeiten wieder. Die Wahrheit und Wirklichkeit des Lebens ist jedoch ganz wo anders zu finden: sie ist schön, aufregend, bunt, manchmal traurig, ausgefallen, friedlich, herausfordernd, staunenswert, tiefgehend, frei, liebevoll, sanft … weise Menschen leben diese Wirklichkeit täglich, jetzt in diesem Augenblick.
 

· Die weisen Menschen sind fest verankert in der Quelle, aus der sie kommen, und sie wissen, dass sie göttliche Menschen sind. Sie hüten sich, ihre Verantwortung an Religionen abzugeben und auf ihre Erlösung zu warten. Vielmehr arbeiten sie selbst daran, Dinge in ihrem Leben zu lösen, die gelöst werden müssen. Sie wissen, dass sie die Zeit nützen können, um aus ihrem Leben das zu machen, wofür sie auf die Erde gekommen sind. Ständig halten sie Zwiesprache mit ihrem Herzen, und hören dabei die Stimme dessen, was wir Gott nennen. Dadurch wissen sie: es ist gut, was immer sie tun.
 

· Weise Menschen nähren sich gut, sie essen wenn sie Hunger haben und hören auf, wenn es genug ist. Sie kochen liebevoll und erheben das Zubereiten von Nahrung zur Kunst. Sie haben erkannt, dass Nahrungsmittel mit wenig Energie die Menschen müde, unzufrieden und abhängig machen. Und wenn diese Menschen dann müde sind, kaufen sie nur mehr das, was wertlos ist; sie kochen hastig und nehmen leblose Nahrung oder Fertiggerichte zu sich. Weise Menschen sind sich bewusst, dass alles hier auf dieser Erde aus Energie besteht, und sie geben ihrer Körper-Geist-Seele nur das Beste, damit sie selbst dann das Beste geben können. Sie verschwenden nichts und geben der Erde ihre Dankbarkeit für das Geschenk des Genährtseins zurück, damit auch sie sich genährt fühlen kann.
 

· Für weise Menschen ist Wasser mehr als eine Flüssigkeit: es ist die Grundlage des gesamten Lebens auf diesem Planeten. Sie nehmen daher nur reines Wasser zu sich und schenken ihm viele Aufmerksamkeit, wenn es durch technische Aufbereitung, unnatürliche Wasserleitungen und Chemikalien seine Lebenskraft verloren hat. Sie behandeln es mit Liebe und verändern dadurch seine Schwingung.

 

Die Zeit ist da, dass wir uns gemeinsam aufmachen in die Welt hinter der Welt, die uns bekannt ist. Diese Anderswelt steht uns jetzt wieder offen, nach tausenden von Jahren des Suchens, der Verzweiflung, des Kampfes, der Vergeblichkeit, des tiefen Schlafes. Wir sind dabei zu erwachen und merken jetzt, dass wir diese andere Welt nur für eine Weile vergessen haben. Sie hat auf uns gewartet, genauso wie wir sie sehnsüchtig gesucht haben. Wir haben es nur nicht gewusst. Jetzt steht die Tür wieder offen, hineingehen müssen wir selber.
 

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Stand: 26.09.04